Landesmitgliederversammlung 09-11.08.2019 in Braunschweig

Die Landesmitgliederversammlung Sommer fand vom 9.-11. 08. 2019 in Braunschweig statt. Dort haben sich bereits freitags bereits zahlreiche Genossinnen und Genossen im Kulturzentrum Brunsviga zusammen um mit dem Vorsitzenden der Linksfraktion im deutschem Bundestag Dietmar Bartsch zu diskutieren. In diesem Austausch ging es um seine Arbeit als Vorsitzender der Linksfraktion im Bundestag, die Zukunft der Partei DIE LINKE. und andere politische Fragen.

Am Samstag ging es bereits um halb zehn mit dem eigentlichen Teil der LMV los. Zu Beginn gab es einige Grußworte und Vorstellungen. So hat die Landesvorsitzende DER LINKEN Niedersachsen Heidi Reichinnek und der Bundessprecher der Linksjugend [´solid] Maxi Schulz jeweils eine kurze Rede gehalten. Daraufhin wurden die einige Landesarbeitskreise und die Arbeit der Rosa-Luxemburg-Stiftung NDS vorgestellt.

Danach ging es auch schon mit kontroversen Satzungsanträgen zur Sache. Beispielsweise wird das Landesvorsitzenden-Paar nun von der LMV gewählt, was ein großer Gewinn für die Demokratie innerhalb des Verbandes ist oder wurde nach einer hitzigen Debatte die ökologische Ausrichtung des Verbandes nun in die Satzung aufgenommen. Danach war es auch schon 13 Uhr und es ging in die Mittagspause.

Nach den produktiven FLTI*- und Männer-Plena, wo einige Anträge erarbeitet wurden, ging es auch schon direkt zur Workshop-Phase über. Eingeladen waren MdB Hubertus Zdebel und Agens Hasenjäger (Mitgliedes des Vorstandes der LINKEN. Niedersachsen). Es ging um ein kritisches Hinterfragen der bundesdeutschen Berichterstattung über die DDR sowie um Umweltpolitik und wie die ökologische Frage sozialistisch beantwortet werden kann.

Nachdem wir in entspannten Runden verschiedene Standpunkte diskutiert und uns ausgetauscht haben, ging es auch schon in der zweiten Antragsphase um die Positionierungen unseres Jugendverbandes. So hat sich die LJS Niedersachsen klar für technologische und marxistische Lösungen auf die Klimakrise ausgesprochen und grenzt sich klar gegen konsumkritische und armenfeindliche Antworten aus. Jedoch fangen wir auch strukturell bei uns selber an, indem wir von nun an beispielsweise für Infoständen wiederverwendbare Kabelbinder benutzen. Auch ist der Verband nun der Auffassung, dass Prostitution keine Arbeit wie jede andere ist, sondern ein Gewerbe was in besonderem Maße Frauen* mit Migrationshintergrund ausbeutet und psychisch wie mental nachhaltig schädigt. Wir setzen uns für eine Kriminalisierung der Freier und Zuhälter*innen ein!

Der darauffolgende Tag war ein klassischer Wahlsonntag und es gab eine Menge für uns zu erledigen.

Zunächst legte uns der alte Landesprecher*innenrat den Rechenschaftsbericht der letzten Legislaturperiode vor und wurde anschließend entlastet. Daraufhin wurden die Vorsitzenden Ann-Chrisin Huber und Felix Mönkemeyer in ihren Ämtern bestätigt. Mitglied des geschäftsführenden Sprecher*innenrates sind außerdem Salim Hemeed als Schatzmeister und Maxi Schulz als sein Stellvertreter.

Als Mitglieder des LSp*R auf der quotierten Liste wurden gewählt:

  • Lea Sankowske
  • Lena Reinhardt
  • Lea Broedermann
  • Li Ming Richter

Auf der gemischten Liste beglückwünschen wir Tilman Aleman und Fabian Walla als Landessprecher der Linksjugend Niedersachsen!

Im Anschluss an die Wahlen gab es eine hitzige Debatte um eine sozial-verträgliche Besteuerung von klimaschädlichen Treibhausgasen. Nach einem einigem Hin und Her wurde dieser Antrag schließlich abgelehnt. Mit einer klaren Mehrheit angenommen wurde allerdings, dass wir als Jugendverband unabhängige Meldestellen für jeden Antisemitismus fordern. Weil sich Jüdinnen und Juden oft unwohl dabei fühlen nach Angriffen zur Polizei zu gehen ist es wichtig, dass es Stellen gibt, wo Betroffene unverbindliche Hilfe bekommen können!

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