Neuer Arbeitskreis Umwelt und Soziales

Als Landesarbeitskreis Umwelt und Soziales der Linksjugend [’solid] Niedersachsenstehen wir für eine praxisorientierte und soziale Umweltpolitik. Es gilt zeitgerechte wie innovative Konzepte zu entwickeln, die den Schutz der Umwelt mit einer Politik sozialer Gerechtigkeit verbinden. Hierbei gilt es die unterschiedlichen Interessen verschiedener Gruppen zu beachten. Nur wenn ökologische Politik sich nicht negativ auf das Leben der Menschen auswirkt, kann es gelingen die Veränderungen zu bewirken, die wir so dringend brauchen.

In Zeiten einer immensen Umweltverschmutzung und beginnender klimatischer Veränderungen, steht es außer Frage als politische Linke für eine lebenswerte Zukunft zu streiten. Als Ideenfabrik möchten wir in die Partei hineinwirken, innovative Anträge erarbeiten und das ökologische Profil der Partei in der Öffentlichkeit stärken.

Hierbei ist es jedoch unsere oberste Pflicht den Widerspruch zwischen unserer kapitalistischen Marktwirtschaft und dem verantwortungsvollen Gebrauch der uns gegebenen Ressourcen zu benennen. Unser Selbstverständnis ist, dass die angestrebten Veränderungen nicht auf dem Rücken der arbeitenden Klasse ausgetragen werden. Konfrontation mit den allgemeine Interessen des Kapitals bzw. aller Kapitalisten und radikale Lösungsansätze scheuen wir nicht.

Umweltpolitik ist Wirtschaftspolitik. Das bedeutet die Wirtschaft muss so reguliert werden, dass die Umweltschäden minimiert werden. Eine Linke Forderung muss dabei die Vergesellschaftung sein, sie ist der einzige Weg das kapitalistische System zu überwinden. Angesichts des Klimawandels wäre es allerdings naiv, keine Handlung innerhalb des kapitalistischen Systems zu erwarten. Es braucht also Lösungsansätze, welche auch systemkonform sind, dennoch nicht regressiv. Dies bedeutet das Marktvolumen zu steigern bei gleichzeitig sinkendem Ressourcenverbrauch oder aber leistungslose Einkommen wirkungsvoller verteilen, zum Beispiel durch die stärkere Besteuerung von akkumuliertem Kapital.

Abzulehnen ist jede Konsumkritik die darüber hinausgeht, dass das Konsumintervall des einzelnen länger werden muss, wobei auch das innerhalb des Systems nicht Wohlstandserhaltend möglich ist, da die Verkürzung des Konsumintervalls zur Steigerung des Marktvolumens und damit zum Erhalt des Wohlstandes beiträgt. Die Privatperson kann also durch den Kauf anderer Produkte keine wirkungsvollen Änderungen im System verursachen und mindert seinen eigenen Wohlstand durch Kaufkraftsverfall.

Denn um diese Erde zu retten gilt es als oberstes Ziel den Kapitalismus zu überwinden.