Rheinmetall entwaffnen

Das Bündnis Rheinmetall entwaffnen besteht aus verschiedenen antimilitaristischen Organisationen bundesweit. Das Bündnis hat es sich zur Aufgabe gemacht, über den Waffenkonzern Rheinmetall aufklären sowie regelmäßige Camps veranstalten und zu Demonstrationen aufrufen.

Rheinmetall ist Deutschlands größter Exporteur von Waffen und Kriegsmaterial. Allein im Jahr 2019 hat der Konzern 6,255 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftet, mehr als die Hälfte davon durch den Export von Waffen und Rüstungsgütern. Die vorhandenen deutschen Exportregeln werden dabei einfach umgangen, indem über Tochterunternehmen Munition in Südafrika und Italien produziert wird.

Es stellt sich  natürlich außerdem die Frage, an wen geliefert wird. So wurden beim völkerrechtwidrigen Einmarsch der Türkei in Afrin (Nordsyrien) der deutsche Leopard Panzer mit Kanonen und Munition von Rheinmetall eingesetzt.

Über Tochterunternehmen wird Munition im Wert von (mehreren) Millionen an Saudi Arabien verschickt und das trotz des deutschen Exportstopps.

Auch mit der Abschottung Europas verdient sich Rheinmetall sein blutiges Geld. So werden Schützenpanzer nach Algerien und Jordanien verschickt und dort zur “Sicherung” der europäischen Grenzen eingesetzt.

Und das alles, obwohl die klare Mehrheit der deutschen Bevölkerung den Export von Waffen in Krisengebiete ablehnt.

2017 wurde dem Vorstand des Konzerns, von der Stiftung Ethecon, der internationale ethecon Black Planet Award 2017 verliehen:

„Sie treten dabei Umweltschutz, Frieden und Menschenrechte mit Füßen. RHEINMETALL fördert Krieg, ruiniert Menschenrechte und zerstört die Umwelt. Auch illegale Waffendeals, Steuerhinterziehung und Kriegstreiberei zeigen wie die Verantwortlichen von Rheinmetall für die Profitmaximierung Ethik und Moral missachten. Sie nehmen durch ihr Handeln den Untergang der Erde als Schwarzen Planeten in Kauf.“

Doch nicht nur in jüngster Vergangenheit hat Rheinmetall Profit mit dem Tod von Menschen weltweit gemacht. Ein kleiner Blick in die Vergangenheit des Unternehmens zeigt, dass Rheinmetall schon in beiden Weltkriegen fleißig mit dabei war, die deutsche Kriegsmaschinerie am Laufen zu halten.  Dabei wurde im zweiten Weltkrieg auch gerne von Zwangsarbeiter*innen Gebrauch gemacht. An die 5000 ausländische Zwangsarbeiter*innen und Kriegsgefangene wurden allein in Unterlüß gezwungen direkt oder indirekt für die deutsche Rüstungsindustrie zu schuften. Viele kamen während des Kriegs oder kurz vor der Befreiung ums Leben. Durch öffentlichen Druck sowie zur politischen Absicherung eines Waffengeschäftes mit den USA, erklärte sich Rheinmetall schließlich 1966 bereit eine Zahlung von 2,5 Millionen DM an ehemalige jüdische Zwangsarbeiter*innen zu zahlen. Zahlungen an nicht jüdische Zwangsarbeiter*innen wurden 1969 abgelehnt.

Während durch Krieg weltweit Menschen sterben, ihre Familien verlieren oder verkrüppelt werden, machen Firmen wie Rheinmetall Rekordumsätze. Die Unmenschlichkeit eines solchen Handelns sollte allen Beteiligten klar sein, aber das Verlangen nach Profit scheint groß genug zu sein um zuzulassen, dass auf der Welt alle 14 Minuten ein Mensch durch deutsche Waffen stirbt. Es ist an der Zeit sich von kapitalistischen Denkweisen zu verabschieden und endlich den Menschen vor Profite zu stellen! Deshalb müssen alle Arbeitsplätze in der Rüstungsindustrie zu ziviler Industrie konvertiert werden. Das dies möglich ist hat sich schon bei der Entmilitarisierung Deutschlands erwiesen. Vor allem aber erscheint es in Zeiten des Covid-19-Virus irrational Waffen, statt medizinischer Güter herzustellen und demonstriert weitere Unverantwortlichkeit seitens Rheinmetall.

Die Profiteure von Kriegstreiberei und sinnlosen Morden weltweit müssen enteignet werden und langfristige, friedliche Lösungen für Konflikte und Fluchtursachen müssen gefunden werden!

Deshalb unterstützen wir das Bündnis, solidarisieren uns mit den Aktivist*innen und rufen zu den alljährlichen Protesten auf!